POLARWERK | Vier Geschichten zur Nachhaltigkeit.
Wie stehen Nachhaltigkeit und Print zueinander? Thomas Theßeling vom POLARWERK liefert Denkanstöße.
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Vier Geschichten zur Nachhaltigkeit.

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Vier Geschichten zur Nachhaltigkeit.

Was ist nachhaltig und wie stehen Nachhaltigkeit und Print zueinander? Mitten in der Corona-Krise entsteht INAPA Deutschlands drittes Kompendium, in dem sich Unternehmen, Agenturen und Druckereien mit dem Thema “Sustainable Publishing” auseinandersetzen. Auch Thomas Theßeling, Inhaber und Creative Director von POLARWERK, steuert sensible Denkanstöße in Form von vier bewegenden Kurzgeschichten bei. Diese illustrieren, wie Print nicht nur aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Perspektive, sondern auch auf einer ganz persönlichen, emotionalen Ebene Gefühle, Ideen und Erlebnisse nachhaltig greifbar macht.

DENKMAL IM ALLTAG.

 

Auf leisen Socken betrete ich das kühle Schlafzimmer. Fast lautlos gleitet die Tür in das Schloss. Im Zwielicht des späten Sommerabends werfen Schatten Strukturen an die Wand. Auf 30° rahmen Spaliere der Belletristik gestützt von einem Tragboden des Lesevergnügens eine Einmaligkeit. Eingehüllt in einen zarten rosa, fast durchsichtigen Stoff: die Sonderedition der Buddenbrooks. Handgenähter Umschlag. Kindlich gemacht. Traumhaft in seiner Strahlkraft. Ich greife zu. Ein gutes Gefühl. Synapsen feiern ein Fest der Erinnerung. An das Buch. An die Geschichte. An die einmalige Situation, als meine Tochter es mir zum Geburtstag geschenkt hat.

Printobjekte sind im Real Life. Zufällige Begegnungen lösen Erinnerungen aus. Reload von Kernaussagen. Sie wirken mit tiefen Informationen und Erlebnissen für die Ewigkeit.

DIE FLUCHT.

 

Ich lebe in Chicago. Das habe ich den Nazis zu verdanken. Im September 2006 erreicht mich ein Brief. Aus Deutschland. Eher zufällig. Von Frank Groothens. Er schreibt von einer unglaublichen Geschichte. Von einer Freundschaft, die zur Brieffreundschaft wurde. Von einer Zeit, in der totalitäre Systeme ethnische Minderheiten verfolgt haben. In der Medien und Meinungen zensiert und kanalisiert wurden. In der mutige Menschen Juden unter Stroh auf Pferdewagen über Grenzen geschmuggelt haben. In einer Zeit, in der mein Großvater das Stroh auf der niederländischen Seite abgeschüttelt hat und als blinder Passagier mit einem Frachtschiff nach Amerika übergesetzt ist. Und er schreibt von der Zeit, in der Frank das alte Haus aufräumt. Einen Briefwechsel von seinem und meinem Großvater entdeckt. Und mich in Chicago findet. Mittlerweile sind wir gute Freunde. Wir schreiben uns. Über Mail und per Brief.

Print lebt länger als Digitales. Länger als Mails, Chatverläufe und viele Datenträger.

DIE FLUCHT.

 

Ich lebe in Chicago. Das habe ich den Nazis zu verdanken. Im September 2006 erreicht mich ein Brief. Aus Deutschland. Eher zufällig. Von Frank Groothens. Er schreibt von einer unglaublichen Geschichte. Von einer Freundschaft, die zur Brieffreundschaft wurde. Von einer Zeit, in der totalitäre Systeme ethnische Minderheiten verfolgt haben. In der Medien und Meinungen zensiert und kanalisiert wurden. In der mutige Menschen Juden unter Stroh auf Pferdewagen über Grenzen geschmuggelt haben. In einer Zeit, in der mein Großvater das Stroh auf der niederländischen Seite abgeschüttelt hat und als blinder Passagier mit einem Frachtschiff nach Amerika übergesetzt ist. Und er schreibt von der Zeit, in der Frank das alte Haus aufräumt. Einen Briefwechsel von seinem und meinem Großvater entdeckt. Und mich in Chicago findet. Mittlerweile sind wir gute Freunde. Wir schreiben uns. Über Mail und per Brief.

Print lebt länger als Digitales. Länger als Mails, Chatverläufe und viele Datenträger.

DAS WAR KNAPP.

 

Meine Strichliste sagt: der sechste Anruf heute. Der 23. in dieser Woche. Eine Zeile tiefer. 33 WhatsApps, 16 Mails, 28 gescheiterte Besuche. Darunter die gesammelte Zahl der Antworten: null. Zero. Nothing. Ende. Schluss. Aus. Vorbei. Zeit für schweres Geschütz. Ich mache mich auf den Weg. Wo war noch mal dieses Geschäft mit den Schreib- und Bastelwaren? Das feinste Papier soll es sein. Der exklusivste Stift. Geschwungen, aber nicht zu romantisch. Ein leichter Duft – zu viel des Guten. Was schreibe ich ihr? Es tut mir leid. Ich will mich ändern. Das war nichts Ernstes. Abstand. Die Idee. Auf tollem Naturpapier, etwas dicker als normal. Mit meinem alten Füller schreibe ich: „Ich liebe dich.“ Ihr Anruf am Abend. Meine Strichliste im Müll. Und ich, wieder bei ihr.

Print wertet auf. In der digitalen Flut gibt Print wichtigen Informationen ein wertschätzendes Framing. Weniger Oberflächliches. Weggeklicktes. Mehr Bühne für hochwertige, wichtige Inhalte.

UNGLAUBLICH SCHMUTZIG.

 

Das will doch keiner hören. Wir Lemminge im Dusel kollektiver Meinungen. Im Kanon singen wir das Lied von der ökologischen Wende. Autofahrer angeklagt. Flugreisende egoistische Umweltteufel. Print ein Umweltkiller. Erweitern Sie Ihr Wissen. Terabytes sausen statt Flieger um den Blauen Planeten. Ein Blockbus- ter-Stream entspricht der CO2-Emission von circa 24 km Autofahrt. Die Internetkommunikation weltweit überrundet die Emissionswerte des Flugverkehrs. Tendenz steigend. Eine Stunde Videofonie: circa 600 MB Datentraffic*. Pro Person. 4,2 kg CO2**. Und im Print? Green Printing ist schon heute möglich: Die Onlinewelt zieht hoffentlich bald nach.

Print ist ökologischer. Mit einer klimaneutralen Agentur. Mit einem klimaneutralen Druck. Durch Inhalte, die erst durch Print verfügbar werden.

UNGLAUBLICH SCHMUTZIG.

 

Das will doch keiner hören. Wir Lemminge im Dusel kollektiver Meinungen. Im Kanon singen wir das Lied von der ökologischen Wende. Autofahrer angeklagt. Flugreisende egoistische Umweltteufel. Print ein Umweltkiller. Erweitern Sie Ihr Wissen. Terabytes sausen statt Flieger um den Blauen Planeten. Ein Blockbus- ter-Stream entspricht der CO2-Emission von circa 24 km Autofahrt. Die Internetkommunikation weltweit überrundet die Emissionswerte des Flugverkehrs. Tendenz steigend. Eine Stunde Videofonie: circa 600 MB Datentraffic*. Pro Person. 4,2 kg CO2**. Und im Print? Green Printing ist schon heute möglich: Die Onlinewelt zieht hoffentlich bald nach.

Print ist ökologischer. Mit einer klimaneutralen Agentur. Mit einem klimaneutralen Druck. Durch Inhalte, die erst durch Print verfügbar werden.

Den Beitrag finden Sie hier:
↳ Online-PDF

Mehr zum Kompendium “Sustainable Publishing” hier nachlesen:
↳ inapa.de

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